Die Liebe ist und bleibt eine Lieblingsthema der musikschaffenden Gemeinde. Schon zu Zeiten, in denen es zum guten Ton gehörte, seine Notdurft in seine Rüstung zu verrichten, waren Minnesänger allerorts damit beschäftigt amoureuse Gefühle durch den musikalischen Fleischwolf zu drehen.

Dabei lässt sich in jüngerer Zeit eine thematische Verschiebung beobachten. Mit Beginn der sexuellen Revolution drängt sich der tatsächliche Akt des Liebemachens mehr und mehr auf die Noten- bzw. Textblätter. Aber wie zum Teufel noch eins klingt denn bittschön die Liebe?

Schön klingt anders

Ein mehr als heikles Thema, das nicht wirklich befriedigend intonierbar scheint. Dieser Umstand wurde mir bereits vor vielen Jahren bewusst. Ich verlebte damals einige kurzweilige Wochen im Kreise einer Hippie-Komune auf Bali, die sich die freie Rudel-Liebe auf die Fahnen geschrieben hatte. Rein objektiv betrachtet erinnerten die Töne, die dort zur späteren Stunde aus dem “Ashram der Lüste” drangen, eher an einen Schweinemastbetrieb als an Engelschöre. Also Kinder, schön ist nun wirklich anders.

Universale Roboter vertonen die Liebe

Also wie fängt man’s an? Mit dem heutigen Tape, dessen Name Making Love offensichtlich zum Thema passt, ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung getan. Die Universal Robot Band liefert eine Blaupause für kommende Künstlergenerationen wie denn nun die Liebe zu vertonen sei.

Um es kurz zu machen meine lieben Freunde: die liebe Leidenschaft klingt nach einem Synthie auf LSD, Disco-Klatschungen und sattem Bass – zumindest wenn Sie von Robotern besungen wird. In diesem Sinne: Seit nett zueinander. Tape ab!


Tape als MP3

Yours truly

Dr. Diggins