Eine beneidenswerte Eigenschaft sehr sehr junger Menschen ist die Fähigkeit, den inneren Affen völlig ungezwungen an der langen Leine laufen lassen zu können. Obendrein werden die süßen Racker dafür meist von ihren verblendeten begeisterten Erzeugern mit Szenenapplaus belohnt.

Später dann, nachdem man sich schließlich dazu entschieden hat, dem konstanten Befüllen seiner Windeln ein Ende zu setzen, nötigen uns gesellschaftliche Zwänge mehr und mehr dazu, unseren inneren Affen an die kurze Leine zu legen. Ein fataler Missstand, der im schlimmsten Falle im Alter zur emotionalen Verkrüppelung führen kann. Der heutige Soundclash ist daher ein Plädoyer dafür, dem inneren Schimpansen möglichst oft und ausladend Freilauf zu gewähren.

A-Seite: Affenbusiness

Die erste Seite beglückt uns mit 5 jungen Schweden und einem höchst erbaulichen Schüttelsound. Die Herren von Millencolin erzählen uns Geschichten aus dem Monkeybusiness. Zwar bezieht sich die Affenmetapher hier auf die Musikwelt und nicht auf innere Humordämonen, tut aber in unserem Fall wenig zur Sache. Denn es handelt sich bei jenem Monkey Boogie um ein musikalisch grundsolides Fundament, auf dem es sich affengeil ausrasten lässt.


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B-Seite: Lamm di Lamm di lei…

Auch die zweite Seite des Tapes gibt Anlass, kurzzeitig den Silberrücken zu mimen. Zu den Northern Soul Klängen der Miracles ist es mir jedenfalls unmöglich nicht in ekstatische Affentänze zu verfallen. Angeblich soll das Pentagon mit dieser Foltermethode politische Gefangene zum Singen gebracht haben. Band ab!


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Unterm Strich und zwischen den Zeilen

Da bleibt kein Tanzschuh und keine Achsel trocken. Also: lasset die Leinen los. Raus aus dem Käfig und rauf auf die Bäume der Unvernunft! Gebt dem Affen Zucker…

Yours truly

Dr. Diggins