Vor nahezu 4 Jahren philosophierte ich mir an dieser Stelle einen Wolf über eine Truppe holder Barden, die ein Lied über ein unscheinbares Allerweltsassecoire aus Heim und Handwerk zu trällern vermochte. Zentraler Gegenstand des damaligen Refrains war nichts anderes als ein schnöder Eimer. An diesen leicht angestaubten, roten Faden möchte ich am heutigen Tage anknüpfen und einen weiteren Song über einen ordinären Kübel zu präsentieren, der mir zunächst auf den Plattenteller und kurz darauf direkt in mein großes Herz hüpfte.

Ein Mann singt von Eimern und Treue

Eddie Bo singt uns Liedchen über die Treue, verhüllt in die romantische Metapher des Eimers. Laut seiner tollkühnen Assoziationskette ist es durchaus möglich die Untreue einer Beziehung mit einem leckenden (also…äh, tropfenden, ihr wisst schon) Eimer zu vergleichen. So sans, die Künstler. Immer nur Pimpern und Eimer im Kopf. Aber mal davon abgesehen schenkt uns der Titel ein gelinde gesagt rattenscharfes Gitarrenriff, das sich schlagartig in Deine Hüften hinein arbeitet, um von dort über das Rückgrat einen Überraschungsangriff auf Deinen vorderen Hirnlappen zu starten.

Chronisches Nachpfeifen nach erstmaligem Hören ist nahezu nicht zu unterbinden. Aufgrund dieser Einprägsamkeit und der textlichen Brisanz sehe ich das Lied bereits als Hymne der nächsten Aufklärungs- und Treuekampagne der deutschen Bundesregierung gegen die sexuelle Verwahrlosung der heutigen Jugend. Bis dahin darf, nein muss darauf getanzt werden, dass sich die Balken biegen. Ich darf bitten …


Tape als MP3

Yours truly

Dr. Diggins