Eine feuchte Bierfahne hängt träge über dem Land. Alle paar Meter verkleben schmutzige Bonbons die Schuhsohlen. Clownnasige Suffnasige Typen richten sich, lächerlich “gekleidet”, mühselig in urinnassen Hauseingängen auf und stolpern hustend nach Hause. Nach einer knappen Woche Malle- und Hüttensoundtrack im Bonbonhagel kommt die Bevölkerung wieder zur Besinnung und erinnert sich all der Peinlichkeiten und Schweinereien der letzten Tage.
Party knows no Jahreszeit
Nun beginnt die Zeit derer, die Feierlaune nicht per Kalender diktiert bekommen. Euer Doc ist ja kein Spaßverderber, hat aber mit dem bundesweit verordneten Lustig-sein nie so recht liebäugeln können. Stattdessen werden jetzt im Dämmerlicht des knospenden Frühlings die Schuhe fest geschnürt. Es gilt, die frühe Morgenkälte zu nutzen und, während der Rest der Nation noch verkatert im schweißnassen Laken liegt, die Ohren zu spitzen.
Die Jahreszeit der nächtlichen, offenen Fenster beginnt und das erste Lied des passenden Soundtracks aus der Feder von James Blake flattert hiermit auf Deine Fensterbank. Für nüchterne wie auch verkaterte Zeitgenossen ein Vollbad der Gefühle und ein echter Härtetest für den Subwoofer.
Tape als MP3
Yours truly

9x
Tolles Stück. Trifft mit melancholischen Klavierklängen meinen derzeitigen Nerv. Bei soviel bösen Wellen und Strahlen ein musikalischer Fels in der Brandung…
dem kann ich nur beipflichten - ausgezeichneter song. aber ich muss auch sagen, hier am anderen ende der welt vermiss ich urinnasse hauseingänge und betrunkenes gewäsch in der fußgängerzone der dreiflüssestadt schon sehr! hierzulände wird anders gefeiert… bei meinem letzten clubbesuch bekam ich eine ausgezeichnete mischung aus dub und roots zu hören. dafür musste das soundsystem (!) um elf (!) aufhören, was für die meisten hier schon unverschämt spät am abend ist.
Und das Dir, Konsul P – Wo Du doch i m m e r der last man standing bist…
Glückwunsch DOC !! 4 Jahre ? ? ! ! Ein knappes Jahr in Docs neighborhood, im geinsamen Wühlen und Stöbern der Posse kommt mir, wohl verursacht durch die musikalischen Zeitreisen, wie eine Ewigkeit vor - die Nachbarschaft erscheint mir wie eine innige Verwandtschaft über Generationen hiiinweg !
@lepon: Ja, der Mensch vermisst immer das, was er gerade nicht haben kann. Ich bin mir sicher, dass Du das andere Ende der Welt auch ohne Karneval in Atem hältst. Lass es krachen…
@Herr Nachbar: Mille grazie, Herr Nachbar. Man kann hier getrost von Seelenverwandtschaft sprechen :-) Es war und ist mir stets eine Ehre so viele ehrenwerte Gäste in meiner digitalen Neighborhood zu versammeln. Auf die nächsten 4…
Peace & Love!
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