Money is the root of all evil. Nicht gerade die gewagteste These, die ich hier aufstelle. Gerade in Zeiten, in denen selbst Staatshaushalte torkeln wie volltrunkene Pinguine. Insofern ein Thema, das eines Soundclashs würdig ist. Ladies and Gents: The Money-Music Powerclash!

A-Seite: No Love without money

Ohne Geld keine Liebe. Das klingt bretthart ist aber durchaus eine verbreitete Art der Lebensgemeinschaft. Mighty Sparrow, selbsternannter, in die Jahre gekommener Calypso-King aus Trinidad, verpackt den Topos der geldhungrigen Ehefrau (a.k.a. das Anna-Nicole-Smith-Syndrom) mit Charme und Gejodel in seinem Stück No money no love. Dabei kann man ihm durchaus Recht geben: Me can’t love on hungry belly. Beischlaf bitte nur mit vollem Magen!


Tape als MP3

B-Seite: Joy without love

Drehen wir das Tape gemütlich um, so brüllt uns die Wuchtbrumme Joy Flemming ihre sagenhafte Interpretation von Aretha Franklin’s Respect in die haarige Hörmuschel. Im Vergleich zum Original wurde der Text von Geld schrullig auf den schnöden Mammon umgedichtet und durch minimales Disco-Flair aufgepudert.


Tape als MP3

Unterm Strich und zwischen den Zeilen

Große Lieder - ein klares Fazit: Geld ist und bleibt die Wurzel aller Übel (Den zweiten Platz teilen sich schlechtes Wetter und offene Hosenlätze). Laut wissenschaftlicher Studien kann bereits das Denken an Geld weniger hilfsbereit und unglücklich machen. Umdenken lautet also die Devise. Eine neue Art der Währung muss her!

Ich habe daher beschlossen in einer privaten Protestaktion Geld durch Musik zu ersetzen. In der Öffentlichkeit hatte ich damit bis zuletzt allerdings recht wenig Erfolg. Mein ehrgeiziges Ziel, mir meinen Einkauf auf dem Wochenmarkt mit moderner Minne zu ersingen, wurde bereits mehrfach gewaltsam beendet. Schöne neue Welt!

Yours truly

Dr. Diggins