Jedes Jahr ist es dasselbe Elend: Ich kaufe irgendwann im April oder Mai Festivaltickets, in der seligen Vorfreude auf einen heißen, trockenen Sommer. In meiner kindlichen Vorstellung zwitschern muntere Zeisige in den Wipfeln, während ich mit meinen Liebsten und einem erlesenen, eisgekühlten Tegernseer Hell in der Sonne liege und auf den Headliner des Abends warte.
Der Regengott spielte sein Repertoire an Sauereien
Soweit die Theorie. Jedoch bot sich mir in den letzten Jahren eher ein kunterbuntes Stelldichein von Schauern, Nieselregen, Gewitter, Sturmböen und vereinzelten Güssen, die sich pünktlich zum vereinabrten Wochenende über meinem Festivalzelt entluden. Der Regengott spielte sein ganzes Repertoire an Sauereien aus und jedes Jahr schwor ich mir in meinem gelben Ganzkörper-Regenponcho, dass dies mein letztes Festivaljahr gewesen sei.
Nie wieder Gummistiefel!
Doch das Blatt scheint sich zu wenden. Schon letzten Samstag nahm mich ein ganz besonderes Erdenkind bei der Hand. Zusammen sprangen wir im Hopsa-Lauf über das kleine aber feine Taubertal-Festival. Nach Jahren des Verzichts und er Askese erfüllte sich dort mein Traum vom (fast) sonnendurchfluteten Festival. Bleibt nur zu hoffen, dass der Chiemsee dieses Wochenende ebenfalls trocken bleibt.
Ein Tape, dass schon während der Anfahrt auf den Zeltplatz für bahnbrechendes Feeling sorgen wird, habe ich Dir heute zusammengeschustert: Farin Urlaub, den ich letzten Samstag bewundern durfte, begeisterte mich mit einem angenehm albernen Text und einer satten Bläsersektion (Genau, die von den Busters!), die so hitzeträge klingen, als säßen sie in Skiklamotten in der türkischen Dampfsauna. Scheng!
Gestern noch träge in der Liebesschaukel Hängematte…
…morgen schon auf dem Zeltplatz: Wir sehen uns vor der Bühne, Leidls!
Um diese fantastische Musik zu hören brauchst Javascript und den neuesten Flash Player! Sei doch so nett und installier’ den mal…
Yours truly

9x
Tape 127: Das unterschiedliche Reiseverhalten der Geschlechter | Dr. Diggins: