Könnte man Buchstaben hören, also ich meine das geschriebene Wort. Also könntest Du mich das sprechen hören, was Du gerade liest, dann würde ich heiser und ächzend krakeelen, wie ein überfüllter tschechischer Staubsauger. Warum? Nun, weil ich vor knapp einer Woche einem Konzert einer fantastischen, französischen Combo beiwohnte. In meinen alten Knochen steckt seitdem die angenehme Erschöpfung, die man nur nach extatischem Hüpfen und Feiern vor einer Bühne abkriegt.
Danke, Mr. S!
Es war ein normaler Wochentag, und wie bei uns Bohèmiens so üblich, hatte ich mir vorgenommen, den Tag ebenso entspannt zu beenden, wie er begonnen hatte. Doch Dank eines Weckrufs und der Empfehlung weltbester Freunde kam ich in den Genuß von Babylon Circus.
Zwei Sänger, drei Bläser, auch mal ein Akkordeon. Die Wucht von insgesamt neun Menschen auf der Bühne ließ mich vor der Bühne tanzen, hopsen und schwitzen, wie ich es seit (gefühlten) 10 Jahren nicht mehr ausgeübt hatte - und das bei einer mir völlig unbekannten Band. Ein ätherisches Erlebnis. Vollkommen eins mit mir selbst, innerlich erneuert und äußerlich ganz schön klebrig tapste ich nach Hause.
On tape is not the new Live
Eine Mischung aus Ska, Chanson, Reggae und Pop, die man leider auf Tape in dieser Weise ü-ber-haupt nicht erfahren kann. So oft man diesen Satz schon gehört hat, so sehr trifft er hier die Wahrheit doch mit vollem Kinnhaken. Live rockt das sehr viel deutlicher! Schau Dir die Jungs an, sie sind gerade noch auf Tour. Und es lohnt sich. Ich erhol’ mich in der Zwischenzeit noch ein bisschen.
Um diese fantastische Musik zu hören brauchst Javascript und den neuesten Flash Player! Sei doch so nett und installier’ den mal…
Yours truly

9x
Sebastian: