Doowop. Was für ein schönes Wort! Doowop. Man könnte es stundenlang wiederholen. Doch es handelt sich hier nicht bloß um eine oberflächliche, wohlklingende Vokabel. Nein! Auch die Musik, die sich unter diesem Terminus versammelt, wie Kinder unter einem Regenschirm während eines lauwarmen Sommerregens, ist meinen Ohren überaus wohl gesonnen.
Bedauerlicherweise gibt es zur Zeit keinen allzu großen Nachschub an doowopigen Rock&Roll oder R&B zu vermelden, was mich schon ein bisschen traurig stimmt. Zum aus dem Fenster hüpfen ist die Situation aber dennoch nicht. Denn es gibt Lichtblicke.
Richard Swift singt von Bully und Liebe
Einer dieser Lichtblicke wurde mir vor kurzem in Form einer EP von Richard Swift in meine runzeligen Hände gespült. Der Mann scheint offensichtlich zu verstehen wie Musik zukünftig ans Männlein bzw. Fräulein gebracht wird, denn er hat die EP kostenlos ins Netz gestellt. Ein Umstand, der mein Herz nur noch weiter hüpfen lies.
Auf der EP findet sich nun ein sagenhaftes Stück Musik mit dem Namen The Bully (zu Deutsch Der Tyrann), der meinen Musikgeschmack und meinen Humor, wie soll ich es formulieren, nun ja ich würde sagen voll in die Fresse trifft.
Kurze inhaltliche Exploration
Wir hören eine Art Vorstadtproll, der einem ahnungslosen Geschlechtsgenossen deutlich zu verstehen gibt, dass er seinen Potenzschlitten gefälligst nicht mit seinen vier Buchstaben zu berühren hat. Gleiche fiktive Person erwartet daraufhin eine Entschuldigung und trällert, um sich die Wartezeit zu vertreiben, eine Liebesserenade auf seine Angebetete. Und das mit einem Elan, dass selbst Prünz Prince sich hinten anstellen kann.
Herrlich dieser sinnfreie Humor. Mehr davon bitte! Zum Abschluss kannst Du Dir die EP selbst in Ruhe nach Hause holen. Aber vorher nicht vergessen: Lass rollen das Ding! Und zwar laut und in ganzer Länge …
Um diese fantastische Musik zu hören brauchst Javascript und den neuesten Flash Player! Sei doch so nett und installier’ den mal…
Yours truly

9x
Christian: