Welcome back!

Nach längerer genesungsbedingter Sendepause heute endlich ein frisches Tape. Vor ein paar Wochen hatte es mich auf das MELT! Festival verschlagen und abgesehen von Warten, Regen und Busfrust gab es musikalisch ein paar so neue und frische Dinger für mich zu hören, die die Unannehmlichkeiten locker aufwogen.

Eines dieser Glanzlichter waren die mir bis zu diesem Zeitpunkt völlig unbekannten Battles. Vier Jungs mit elektrischen Gitarren, einem Haufen Effektgeräten und Laptop, die sie während des Gitarrespielens immer wieder neu bedienten, Kabel munter hin- und hersteckten und ein Drummer, der an seinem Minikit wohl den höchsten pro-Stunde Schweißausstoß des ganzen Festivals hatte.

Und dann der Sound. Irgendwo zwischen Elektro, Gitarrenrock und psychedelischen Soundhappenings der Siebziger. Zehnminütige Lieder (ein Einminutentape kann da fast nichts von der wahren Qualität der Band abbilden), fast gar kein Gesang und eine Songstruktur weitab von allem, was man je gehört hatte. Whhhhhhhhhhhhooaaaaaaaaammmmmm. Ein grauer Festivalhimmel riß auf, unkotrolliertes Tanzen zu Musik von einer Band, die auf der Bühne eine Show ablieferte, als wäre alles improvisiert und würde einfach gerade passieren. Musik wie stundenlang in den Himmel starren. Man verliert sich darin und lässt sie passieren.

Es gibt Momente, wo einem der ganze Quatsch, all dieser Unfung um uns herum in ein langes, bewegungsloses Starren schubst. Man sitzt hilflos da und schafft es vor lauter Überwältigung vor all diesem unbegreifbaren Mischmasch aus Sinn- und Bedeutungslosigkeit nichtmal den Mund zu schließen.
Das hier ist die Musik, die einen da wieder rausholt.

Um diese fantastische Musik zu hören brauchst Javascript und den neuesten Flash Player! Sei doch so nett und installier’ den mal

Tape als MP3

Yours truly

Dr. Diggins