Mit einiger Verspätung habe ich mir die neue Platte von UNKLE zu Gemüte geführt und siehe da: ein neues Tape in den Tapeschrank gestellt. UNKLE waren in der Originalbesetzung der ersten Platte noch der Engländer James Lavelle und the infamous DJ Shadow. Die erste Platte Psyence Fiction war ein düsteres Elektrokleinod mit einem sehr feinen Artwork von Graffiti-Altmeister Futura 2000. Neun Jahre nach der ersten Platte ist War Stories erschienen. Von der Urbesetzung ist nur noch der Mastermind James Lavelle übrig, der sich ordentlich Verstärkung geholt hat. Unter anderem ist ein Mann Namens Chris Goss an den Reglern, der sich mit seiner Arbeit als Produzent für Kyuss einen Namen gemacht hat.
Und was ist dabei herausgekommen? Das ganze ist ein staubtrockenes, stampfendes Mischding aus Wüstenrock, achziger Wavesound und lustigen, weil stilistisch völlig unpassenden Uh-Huuu, Uh-huuuu Backgroundsängerinnen. Fein, weil sehr tanzbar, schmutzig und wieder eines von diesen Liedern, die beim ersten Hören einschlagen, aber auch nach nach dem 20ten Mal noch irgendwie neu und schmuck klingen. Ich möchte jetzt in meinem Lieblingsschuppen mit meinen Lieblingsmenschen mich zu diesem Lied in Trance tanzen. JETZT! Und wenn mir wie gestern wieder jemand Bier hinten aufs Jakett kippt, werde ich das gar nicht bemerken, sondern nur laut Uh-huu, Uh-huu singen.
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Yours truly

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