Ein Freund war zu Besuch. Wir wollten gemeinsam das Tanzbein schwingen gehen. Zur Aufstockung unserer gemeinsamen Wasserhaushaltsreserven hatte er nicht - wie das sonst so Sitte ist - eine Flasche Grog zum Vorglühen dabei, sondern Tee. Ganz speziellen, wie er meinte. Er kam in einer farbenprächtig bedruckten Verpackung und zeigte unter anderem einige kryptische Schriftzeichen, die wir beide nicht entziffern konnten. Es sei ein Tee aus Indien, der gleichzeitig scharf und sehr aromatisch sei, versicherte mir der Freund. Ich setzte gespannt Wasser auf aber noch bevor der Wasserkocher verheißungsvoll zu Blubbern beginnen konnte, klingelte der Rest der Bande und wir wurden genötigt, ” jetzt endlich runterzukommen”. Kein Tee also für uns.
Gestern Abend fand ich den Tee wieder. Er war in dem von mir als Vorratsschrank bezeichneten Regalvehikel irgendwie nach hinten verrutscht und so von mir vergessen worden. Neugierig gab ich einige Löffel des losen Pulvers in die Tasse, goß heißes Wasser darüber und. Saß plötzlich in einem frühsommerlichen Laubwald. Ein Dachs huschte links an mir vorbei, Sonnenstrahlen flirrten durch das Laub der Birken und in der Luft hing ein gespenstischer, summender Bass. Ich verbrachte den Tag damit, den Wald zu erkunden, traf einige freundliche Igel und wachte schließlich mit einem Riesenkater an meinem Küchentisch vor der leeren Teetasse auf.
In welches Waldstück auch immer mich der Tee geschubst hatte, es war auf jeden Fall die ganze Zeit Dominik Eulberg gelaufen. Der sympathische junge Mann macht Tracks mit so lustigen Namen wie Ein Stelldichein des Westerwälder Vogelchores und Gasthof zum Satten Bass. Die Musik ist je nach Neigung als extrem tanzbar bis kontemplativ auszulegen und klingt wie Techno aus Buchenholz. Irgendwie.
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Yours truly

5x
bei mir hat der nie so toll gewirkt ;-)
lass ihn dir schmecken-da gibt es noch mehr schöne sorten davon
in love ZIR