Schrullige Redewendungen sind für mich ein Quell steter Freude. Seit geraumer Zeit erheitert mich eine Formulierung, die man vor allem im provinziellen Deutschland an Straßenrändern erblickt:

Durchgehend warme Küche”

Herrlich! Man stelle sich die Reaktion eines Menschen mit Migrationshintergrund vor. Als Nicht-Muttersprachler darf einem da schon ein verwirrter Blick erlaubt sein. “Wie groß muss der Mitteilungsdrang des Plakatierenden sein, wenn er am Fahrbahnrand mit einem aufdringlichen Schild auf die Heizsituation in seiner Küche hinweisen muss. Warm sollte es doch in einer Küche schon sein!”

Ähnlich verhielt es sich mit einem Titel der schwedischen Skatruppe Liberator. Da ich die englische Sprache nicht mit der Muttermilch empfangen habe, erzeugte der Titel Kick de Bucket zunächst eine Comicblase mit Fragezeichen über meinem Kopf.

Dabei bedeutet er nichts anderes als “Abkratzen” oder besser “Den Löffel abgeben”. So ergibt sich auch ein Zusammenhang zum restlichen Text, der einem wohl dazu ermahnt das Leben zu genießen bis man eben an der Himmelstüre das besagte Besteck abzugeben hat. Ich kann das nur rot unterstreichen.

Doch selbst wenn man der englischen Sprache nicht mächtig sein sollte, muss einem der Track in die Hüften gehen. Der Soundteppich aus Gitarren, Bläsern und Orgel lädt mich immer wieder zum Ausrasten und Mitgrölen ein. Meine Empfehlung lautet daher: Unbedingt laut drehen! Reiss Dein Fenster auf beschalle die Welt. Skank Down!

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Yours truly

Dr. Diggins