Jazz hat mich oft gelangweilt. Wirres, unzusammenhängendes Geklimper, das von Brillenträgern und alleinstehenden Studienräten gehört wird, darf mir keiner vorspielen, der nicht darauf aus ist, mein Schnarchen durch die Wohnung knarren zu hören. Aber oft ist es nur die Unwissenheit des Rezipienten, der Gefuddel mit Genie verwechselt und Jazz hört, um sich mit einer intellektuellen Aura zu umwölken. Denn Jazz ist weit mehr als alte Männer an Klavieren und traurige Trompeten in Philosophiestudentenbuden.
Wie schon mehrmals an dieser Stelle erwähnt, kommt aus dem Norden Europas oft feinster musikalischer Stoff und auch heute sind es drei Schweden, die Jazz ins einundzwanzigste Jahrhundert transportieren und dabei weit entfernt von Fahrstuhlmusik und Ohrensessel daherkommen. Riesige Klangwolken werden da aufgetürmt. Musik, die ich gerne mal bei einem Mondspaziergang, oder - wie der Titel suggeriert - während einer Tiefseetauchfahrt hören würde.
Für ersteres bin ich allerdings ein wenig zu sehr außer Form, für letzteres fehlt mir der Mumm. Trotzdem sehr, sehr frischer Stoff. Viele Einflüsse aus elektronischer Musik werden da analog übernommen. Man ist verzückt, schenkt sich ein Glas Absolut mit viel Eis ein und scheißt auf den Regen vor dem Fenster.
Um diese fantastische Musik zu hören brauchst Javascript und den neuesten Flash Player! Sei doch so nett und installier’ den mal…
Yours truly

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scorcho: