Wie Du an meinen Bildern erkennen kannst, geb ich ‘nen Schiss auf Äußerlichkeiten. Es gibt jedoch eine Ausnahme. Meine Kopfbehaarung ist mir verdammt nochmal heilig. Ich würde nicht behaupten meine Frisur ist wichtiger als Deutschland aber zum Teufel noch eins: kein billiger Stümper darf meine Beton-Frisur beschneiden! Und schon gar nicht eine dieser Pop-Haarkiller-Friseusen (dazu läuft im Hintergrund billiger Elektro-Rap-Scheiss weil der Marketing-Plan das als hip und cool vorschlägt). Nein nein, mein Haar verarztet ausschliesslich Rosalie.

Die gute spanische Seele, die in einem zu klein und dick geratenen Körper steckt, hat seit ca. 20 Jahren das Monopol wenn’s um die Beschneidung meines Afros geht. Dabei sind es nicht unbedingt die handwerklichen Fähigkeiten, sondern vielmehr Rosie’s Musikgeschmack, der ihr diese Stellung eingebracht hat. Während mein Afro gestutzt wird, kann ich bei grottigem Espresso fantastischer Musik lauschen. Ein Feuerwerk der Entspannung also.

Einer der Lieblings-Tracks von Rosie, der mit guter Wahrscheinlichkeit durch ihren Minisalon dröhnt wenn das Beschneidungsritual statt findet, ist Freak Off von Orchestra Harlow. Ein zuckersüßes Stück Funk mit lateinamerikanischem Einschlag. Auch textlich kann sich das Orchester sehen lassen. Gut gemeinte Ratschläge wie “Rules are for fools” und “Freak off” hört man Männerchöre gerne zu guter Musik verbreiten. Das Ding kann alles!

Der Ryhtmus reist uns manchmal zu spontanen Tanzanfällen hin. Rosie liebt das. Ich auch. Eine Liebe, wie sie nur zwischen Afrotragenden und deren Friseusen während eines ordentlichen Dance-off entstehen kann. Go ahead and freak off, baby!

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Tape als MP3

Yours truly

Dr. Diggins