Ich muss heute mal auf eine Frau zu sprechen kommen, die mir persönlich bereits manchen Kummer versüßt und die ein oder andere Freude intensiviert hat. Ich denke ich muss zu Nina Simone nicht viele Worte verlieren. Die gute Dame hat den Soul und das schwarze Selbstbewusstsein aus Trögen mit Schöpf-Kellen zu sich genommen. Ja. Ich denke, das trifft es schon ganz gut.

Während meiner Zeit als Pianist in einem holländischen Nachtclub, habe ich wegen einer Frauen-Geschichte und 5 verdammt trockenen Whiskeys zum ersten mal mein Akkustikprogramm unterbrochen, nur um ein Lied von ihr zum Besten zu geben. Die explizite Lyrik des Titels bringt es einfach auf den Punkt. Wenn Du ganz unten bist, dann hast Du immer noch Deine Arme, Deine Beine und Deine Leber.

Großartiger Text. Fantastisches Orgelwerk. Aber vor allem die vibrierende Stimme von Miss Simone. Die Frau gibt trotz besungener Armut mächtig Gaß und oszilliert sich durch die Facetten ihrer Stimme.

Sollte Dich das Leben mal wieder behandeln wie einen verflohten Straßenköter, dreh’ das Ding hier auf und lass Dich von der Frau striegeln. Mir hat das damals unheimlich viel gegeben. Obwohl ich mein Programm kurz danach mit einem Sturz in die (von Haus aus wenig dekorativen) Plastikpalmen beendete.

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Tape als MP3

Yours truly

Dr. Diggins