Als frühpensioniert-hedonistischer Bohémien alter Schule ist mir das Aufstehen mit den Hühnern so fremd wie dem Papst das Trampolinspringen. Ich habe mir in jahrelangem Training einen Tagesrythmus angewöhnt, der dem eines Uhus weitgehend entspricht. Grätschen mir außerplanmäßige Gründe (Gerichtsverhandlungen, Almabtrieb) in diesen zeitlichen Ritus, so bin ich gezwungen das Bett morgens zu verlassen und stehe folglich vor riesigen Problemen.
Taubenzüchterkater
Ein solcher Grund hatte sich heute morgen eingestellt. Schlimm genug, hätte ich nicht auch noch die letzte Nacht in Begleitung eines mir völlig unbekannten rheinischen Taubenzüchters den Erfolg seiner geliebten Viecher bei irgendeinem Wettbewerb begossen. Nach diversen Gedecken trennten wir uns im Streit und es blieben mir lediglich dreieinhalb Stunden Schlaf. Ein desaströser Morgen war vorprogrammiert.
No date with destiny
Zeitgenossen, die dem Fatalismus anheim gefallen sind, predigen in solchen Situationen von der Unabänderlichkeit des Daseins. Den Gegenbeweis trat ich heute an, als ich einem verloren geglaubten, weil verkaterten Morgen mit dem heutigen Tape den Kampf ansagte.
Die Polterbeats von MySpace-Wunderkind Asher Roth helfen Dir aus dem Bett als hätte Dir jemand ein Frettchen unter die Decke gepackt. Fatalismus bedeutet auch, den Tag mit guter Aufstehmusik vorherzubestimmen. Lass poltern, Asher!
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Yours truly

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